Samstag, 25. Dezember 2010

Abenteuerliche Reisen an Heiligabend

Schon vor Wochen hatte ich mit Sascha alles klar gemacht. 10.00Uhr am Ostbahnhof, 20€.

Seit Beginn des Schneefalls Anfang Dezember ist Deutschland – wie jeden Winter – im Ausnahmezustand. Räumungsfahrzeuge kommen nicht hinterher, Züge und Flüge werden gestrichen, Menschen rutsche auf glatten Gehwegen aus und brechen sich die Oberschenkelhälse – aufgrund der Witterungsverhältnisse – andere müssen an Bahnhöfen und Flughäfen auf Notpritschen übernachten...ob sie wohl „all you can drink- Kaffee“ bekommen?

Auch meine werte Familie lies das Schneechaos nicht kalt, sodass sie recherchierten, wie es an Heiligabend auf den Straßen aussehen soll und Alarm schlugen. Auf keinen Fall solle ich mit dem Auto fahren.

Klar habe ich mir, als hörige Tochter, schnell ein Bahnticket, für schlappe 75€ besorgt und Sascha Bescheid gegeben, dass ich leider nicht mit ihm fahren würde.
Sascha schrieb daraufhin, dass man 2 Tage vorher aus einem derart nichtigen Grund nicht absagen könne. Wenn er niemanden für meinen Ersatz finden würde, müsse ich leider zahlen. Netter Versuch, Sascha, aber ich erinnere mich nicht daran einen solchen Vertrag unterschrieben zu haben...

Am 22. sah ich in den Nachrichten man solle auf keinen Fall am 24. reisen, weder mit dem Auto noch mit dem Zug, noch sonst wie. Es werde Neuschnee fallen und die letzte Möglichkeit Weihnachten woanders zu sein, sei der 23.12. Man solle sich auch gut überlegen zu wem man fahren würde, da man evtl. mehrere Tage lang im wahrsten sind des Wortes "Fest-sitzen" wird. AUSNAHMEZUSTAND

Anna machte sich keinerlei Sorgen und fuhr am 24. um 10.00Uhr frohgemut zum Berliner Hauptbahnhof. Dort kam sie am Bahnschalter vorbei, bei dem sich eine Warteschlange von gefühlten 100 Metern tummelte – man seid ihr schlau –dachte sie sich – man kauft sich seinen Fahrschein doch nicht erst an Heiligabend, ist doch klar, dass man dann ewige warten muss. 1 Minute später fand sie sich selbst am Ende eben jener Schlange wieder. Der kleine Schriftzug: „Dieser Zug entfällt“ hatte sie dazu gebracht. Wenig beeindruckt hörte sie sich das affektierte Gezeter einer wasserstoffblonden Schickse mit Echthaarjacke an und wartete geduldig auf ihren Auftritt am Schalter. Dort angekommen brachen die Damen vom Servicepoint gerade (beinahe) zusammen, da sie erfuhren, dass auch der nächste Zug nach Hannover, in den sie alle Fahrgäste verlagert hatten, ausfallen würde. Mit zitternden Händen und Schweißperlen auf der Stirn, huschte ihnen dann doch ein zuversichtliches Lächeln über die Lippen, als ich ihnen meinen Fahrschein entgegenstreckte: „Sie bekommen wir noch weg, über Hamburg.“ Mein Ticket wurde gestempelt, sodass es mich auch zum ICE fahren berechtigte und ich bekam einen Zettel mit alternativen Reisemöglichkeiten.

Am Gleis 8 wurde durchgesagt, dass der Zug nach Hamburg – der schon fast eine Stunde Verspätung hatte – heute auf Gleis 4 fahren würde. Habe ich schon erwähnt, dass ich mit einem äußerst schlecht funktionierenden Rollkoffer unterwegs war? Also rüber auf Gleis 4, von wo aus ich mir dann mit ansehen durfte, dass der nächste Zug nach Hamburg (der regulär fuhr) mir von Gleis 8 aus vor der Nase wegfuhr. Aber der Zug mit Verspätung war ja noch immer nicht eingetroffen, also weiter hoffen und geduldig warten. Als wenige Minuten später wieder ein ICE nach Hamburg auf Gleis 8 einrollte, begann meine Gelassenheit langsam zu weichen und ich hechtete rüber zum Gleis 8. Fast dort angekommen stellte ich fest, dass ich ungewöhnlich leichtfüßig unterwegs war. Das lag daran, dass mein unhandlicher Rollkoffer noch geduldig auf Gleis 4 wartete. Also wieder rüber, Koffer geholt (der sobald man die Schlendergeschwindigkeit verlässt ins Schleudern gerät und einem das schleunige Vorankommen unmöglich macht) gehechtet und gerade noch in die Tür gesprungen, zusammen mit der Ansage, man solle bitte von den Türen wegbleiben, der Zug fahre ab. Puh....Herzrasen...Reizhusten...geschafft.
Im ICE bin ich erst mal 5 Waggons nach hinten gegangen, weil alles so schnieke aussah und so leer war. Ich war davon überzeugt mich in der 1. Klasse zu befinden. Irgendwann reichte es mir und ich nahm Platz – ich denke in Ausnahmezuständen wird es niemanden interessieren wo ich sitze. Ein Schaffner erklärt mir dann, dass ich mich täusche und auch die 2. Klasse im ICE so schicke schwarze Ledersessel habe. Ich empfehle also jedem wärmstens eine ICE Fahrt von Berlin nach Hamburg, in nur 100 Minuten.
Kurz darauf entschuldigte sich der Schaffner immer wieder für die Verspätung des Zuges und alle weiteren Unannehmlichkeiten. Heiß- und Kaltgetränke könne man sich, zur Entschädigung, kostenlos im Bordrestaurant abholen und er selbst würde ein weiteres Bistrot im Waggon 5 eröffnen. Ich stattete dem Guten in Waggon 5 einen Besuch ab und entschied mich aufgrund mangelnder Profi-kaffeemaschiene im letzten Moment doch für eine Cola. Der Zugchef lächelte mir milde zu.
In Hamburg erreichte ich, trotz schleuderndem Koffer den Anschluß-Metronom nach Bremen und dann war ich schon beinahe zuhause. Das letzte Erwähnenswerte der Reise war die Durchsage im Metronom, man müsse in diesem Zug auf jedweden Alkoholkonsum oder -Vertrieb leider verzichten :-) 

Berliner Straßenpoesie

Das Bademantelexperiment



Ricky und Anna hängen morgens gern in ihren Kuschel-Bademänteln rum. So auch an diesem Morgen. Sie hatten keine gesteigerte Lust sich fürs Einkaufen im Supermarkt extra umzuziehen...also sagten sie sich kurzerhand: „testen wir doch mal wie weit die Ignoranz der Berliner reicht."
Gesagt getan, 5 Min später waren sie in Bademänteln und Jogginghosen unterwegs zu REWE. Unverhofft wurden ihnen tatsächlich ein paar irritierte Blicke zuteil...allerdings auch nur von ca. jedem zehnten, der ihren Weg kreuzte. Im REWE waren dann alle viel zu sehr mit ihren Einkäufen beschäftigt, anstatt das ungewöhnliche Outfit der beiden Gemütlichkeitsfanatikerinnen zu würdigen. Doch beim Warten an der Kasse hat man bekanntlich Zeit sich umzusehen und so begab es sich, dass ein neugieriger Herr sich doch tatsächlich ansprach: „Gibt es einen besonderen Grund dafür, dass ihr Bademäntel anhabt?“ Anna bedankte sich bei dem aufmerksamen Beobachter und freute sich..."Berliner, die Hoffnung, dass auch ihr die Fähigkeit besitzt euren Blick von euch selbst wegzulenken, ist noch nicht gestorben."

Sonntag, 12. Dezember 2010

Kurzurlaub

Ans Meer wär doch mal schön dachten wir uns uns buchten kurzerhand ein Zimmer auf Usedom...kurz darauf fanden sich auch zwei nette junge Männer, die uns gern in ihrem Auto chauffierten. Ein Elektroinstallateur und ein Kurierfahrer. Auf der Fahrt unterbrachen sie uns bei unserer angeregten Unterhaltung: "Ihr redet so ordentlich...und so ruhig...und als wenn ihr euch jedes Wort vorher überlegt hättet." -"Ähm ja...redet ihr denn nicht so?" -"Nein...aber wir haben ja auch nicht sowas studiert wie ihr."
:-) Funny. Heute haben wir dann einen Strandspaziergang mit lustigen Schneewehen und Orkanböen  gemacht und haben uns anschließend im Wald verlaufen...zum Glück haben wir alle Abenteuer in der Wildnis unbeschadet überstanden und sind nun wieder in unserem friedlichen, ungefährlichen Berlin gelandet.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Mein zweites Fahrrad-Schnee-Erlebnis

Anna lässt euch auch an ihrem 2ten Fahrrad-Schnee Erlebnis teilhaben. Heute rief mir schon von weitem ein leicht torkelnder Mann entgegen: "Licht" und dann auf Augenhöhe fragte er mich: "Wissen Sie was Goethe gesagt hat?" -"Ähm...nicht alles." - "Er sagte MEHR LICHT...als er gestorben ist." ...der gute Mann mit den Schnapsflaschen in der Hand bezog sich wahrscheinlich auf mein wild blinkendes Fahrradlicht...nice.

Samstag, 4. Dezember 2010

Der erste Schnee

Hier seht ihr Berlins ersten Schnee in diesem Winter.
Seit unsere Heizung wieder funktioniert, kann ich den Winter sogar genießen...alles ist weiß und leiser und langsamer...Tee, Kerzen, Kekse, Glühwein...

Vorgestern bin ich mit meinem Rad auf der dichten Schneedecke an einem betagteren Herrn vorbei geeiert...entschliesst der sich doch glatt spontan in die Hände zu klatschen und auszurufen: "Jetzt aber mal einen Applaus für die mutigen Radfahrer bei diesem Wetter". Ich mag Berlin!

Mein Redaktionsjob ging gestern so richtig los und ist noch ganz schön neu und aufregend. Wer sich für das beste evangelische Magazin Deutschlands interessiert, kann es hier kennen lernen: www.neuesleben.com

Wie wär`s gleich mit einem Abo für dich, oder deine Lieben, als sinnvolles Weihnachtsgeschenk! Ihr seht, ich stehe wirklich hinter dem Blatt, denn ich bekomme keine Provision für diesen "Werbeblog" ;-)

Freitag, 12. November 2010

NEUES LEBEN; oder: "Ihr könnt mich auch Redaktionsassistentin nennen"

Anna hat ein NEUES LEBEN. Nächste Woche geht`s los...mein NEUES LEBEN als echte Journalistin...nagut, ist nur ein 400€ Job, den Kindern bleib ich trotzdem treu und ich bin auch nur Redaktionsassistentin, aber ich freu mich trotzdem nen Keks!!! Ab nächster Woche darf ich seitenweise Korrektur lesen, Gewinnspiele und Leser betreuen, Interviews tippen, an Redaktionssitzungen teilnehmen...und habe einen eigenen Schreibtisch in einem sonnendurchfluteten Büro, 5 Min. zu Fuß von mir....was könnte es Schöneres geben????

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Hört sich an wie echt...

Gestern haben wir mit der Mädchengruppe meiner Arbeit im Projekt übernachtet...irgendwie kam das Thema auf Gitarre spielen, woraufhin die Mädels drauf bestanden, dass ich ihnen etwas vorspiele...ich hab mich zu ein paar Einschlaf-Lobpreis-Liedern überreden lassen.
Heute schaut mich dann die Vorlauteste irgendwann ganz versonnen an und sagt "Anna, du kannst echt gut Gitarre spielen und singen. Das hört sich an wie echt." Als ich daraufhin gesagt hab "Danke, dabei ist es nur playback." hat sie erklärend hinzugefügt. "Naja, du hast die Lieder ja nicht selber geschrieben....aber sie hören sich an wie die Originale." Süß :-)

Samstag, 9. Oktober 2010

110- die Zweite


Als ich gerade an ein paar brennenden Mülltonnen und umgeschmissenen Dixiklos vorbei radelte, dachte ich, es sei mal wieder Zeit meine Freunde und Helfer anzurufen.
110...es klingelt ewig...dann: "Notruf der berliner Polizei, zur Zeit sind alle Leitungen belegt, bitte legen Sie nicht auf. Please hold the line..." ...das Sprüchlein kam mindestens 3 mal...man man, in der Zeit hätten mich irgendwelche bösen Jungs ja schon 5 mal gemütlich ausrauben können, wenn`s drauf angekommen wär...nach einer gefühlten Ewigkeit grüßte mich dann aber doch irgendwann ein freundlicher Wachtmann mit "Berliner Polizei, guten Morgen".
Der Rest der Geschichte ist uninteressant. Viel interessanter ist, dass ich am Donnerstag keinen Geringeren als Tom Tykwer interviewt habe...jaja, lieber schnell mal googeln, dass ist echt peinlich, wenn man den nicht kennt ;-) Ok ich gebs zu, konnte mit dem Namen auch nicht so viel anfangen, dafür war einer seiner Filme lange mein Lieblingsfilm...hm....vielleicht hänge ich doch noch irgendwann meine Kids an den Nagel und widme mich ganz der Reporterlaufbahn...das macht schon Spaß.

Dienstag, 14. September 2010

Updates

Wer hat eigentlich dem Herbst erlaubt sich hier schon so breit zu machen? Gestern haben mir die Kids ganz stolz erste Kastanien präsentiert...ich glaubte es hackt und habe sie bezichtigt die Dinger von den Bäumen geschlagen oder vom letzten Jahr tiefgefroren zu haben...zum Glück hat mir eine Mutter erklärt, dass die Kastanien in Berlin alle krank sind. Sie sind von irgendwas befallen und deshalb werfen sie ihre Kastanien zu früh ab....so wie jetzt, wo quasi noch HOCHSOMMER SEIN SOLLTE :-) Naja...auch ich werde mich wie jedes Jahr wieder damit abfinden und anfreunden müssen, dass ich die nächsten 6 Monate meine beste Freundin die Sonne wohl nur sehr sporadisch zu sehen kriege...pah...such ich mir halt andere Freunde...

Ein kleines Lebens-update...ich werde in 2 Wochen eine 2 jährige Ausbildung zur systemischen Beraterin beginnen, worauf ich mich sehr freue. Die Ausbildung ist berufsbegleitend und sehr praxisorientiert. Meine derzeitige Kollegin hat sie mir ans Herz gelegt und da ich ihre Handlungsweisen sehr schätze, freue ich mich jetzt die gleichen Kompetenzen erlernen zu können....ausserdem bin ich auf der Suche nach einer kleinen Wohnung, um mal das allein Leben zu testen....nach 2,5 Jahren in einer 5er WG mit nur einem Bad und einer fast dauerhaften Baustelle vor dem Fenster sehne ich mich nach Ruhe (oder ich werde einfach alt und spießig )...mal schaun, ist nicht so einfach was Hübsches und Günstiges in einer schönen Gegend zu finden....hab mir schon einige Löcher angeschaut und mich gefragt, wie Menschen so leben können

...ausserdem heirate ich nächste Woche, weil ich im 5ten Monat schwanger bin...nein Spaß....das war`s erstmal...

Dienstag, 24. August 2010

3.000.000

In Berlin...da gibt`s immer was zu erleben. Gerade kam ich vom Tango heim....liegt vor der Sparkasse eine ältere Dame. Sie hatte ihre Schuhe ausgezogen und fein säuberlich neben sich gestellt und ihr Fahrrad stand hinter ihr. Als ich sie ansprechen wollte hörte ich nur ein tiefes, zufriedenes Schnarchen. Hmmmm....da heute nicht die lauste Sommernacht ist und die Dame mir etwas zu leicht bekleidet und auch an einem falschen Ort vor kam, habe ich überlegt, ob ich ihr eine Decke holen oder lieber die Polizei anrufen solle....habe mich dann für zweiteres entschieden...da ich den Ort, mitten auf der Danziger Kreuzung nicht für den gemütlichsten Schlafplatz halte...der nette Herr Beamte hat mir auch sofort versprochen nach ihr zu schauen...hier verliert man echt die Scheu, die 110 zu wählen...tue ich im Schnitt einmal pro Jahr...das macht ca. 3.000.000 Anrufe bei der berliner Polizei im Jahr, wenn die anderen sich auch so fleißig um das Wohl ihrer Stadt und deren Bewohner sorgen...

Donnerstag, 12. August 2010

Schegler?

ES regnet. Neulich am Strand wollte ich auf Toilette gehen. Da fand ich eine verschlossene Toilettentür bei einer kleinen Töpferei. Als ich in die Töpferei schaute, saß die junge Töpferin in ihre Arbeit vertieft auf einem Tisch. Ich habe nach dem Toilettenschlüssel gefragt, worauf hin sie mich etwas verdutzt fragte "sind sie Scheglerin?" - "Äh, tschuldigung?" - "Sind sie Scheglerin?" -"Ah, nein, ich bin keine Seglerin." - "Diese Toilette ist aber nur für Schegler." -"Achso..."

Mittwoch, 11. August 2010

Hübsch behütet

Heute haben die Damen einen Stadtbummel unternommen. Hier in Lübeck ist das ein Spaß...denn sobald man vom Mainstreem-Jogginganzug-Kickmoden-Hip Hopper Style abweicht, schauen einen die Leute an. In Berlin muß man sich dafür schon auf den Kopf stellen, mit den Ohren wackeln, während man mit Meerschweinchen jongliert. Wir brauchten uns nur 2 fesche Hüte im 2-Hand kaufen...schon haben uns alle anderen Hutträger freundlich angelächelt...die Bevölkerung hat uns von oben bis unten gemustert und an der Flußpromenade bedachte uns ein Herr mit Hund sogar mit einem netten Kompliment: "hübsch behütet, die Damen"

Stand up paddeln

Jea baby, hier in Lübeck, da ist man total up to date...da kennt man die neuste Mode noch bevor sie in Mode kommt. Hab da mal ne kleine Erklärung für Wikipedia geschrieben...und ihr als Leser dieses Top-news-Blogs seid natürlich ganz vorne mit dabei...

"Stand up paddeln" ist DER Sport auf den wir alle gewartet haben. DIE innovative Art seinen body fit zu halten und dabei auch noch fun zu haben. Man benötigt dafür nur ein herkömmliches Surfbrett und ein Paddel...ganz easy, also. Dann stellt man sich auf sein Surfbrett und paddelt...hört sich n bischen boring an, ist aber total exciting, ehrlich. Dazu haben wir vom Reporterteam eine Praktizierende selbst befragt.

"Frau Schulz, sie haben stand up paddeln selbst praktiziert, wie war`s?"
-"Spitze, also auf der fun-Skala eine klare 10. Man merkt gar nicht wie man seinen body trainiert, weil der Spaßfaktor einfach unübertrefflich ist."

Danke Frau Schulz...ich denke, dieses Interview hat uns alle überzeugt, und um dem ganzen noch ein Sahnehäubchen oben drauf zu setzen, hier noch n pic zu dem ganzen.

Dienstag, 10. August 2010

ein windei
ist ein ei
das im wind hängt
und sich denkt
dass die wäscheleine die große weite welt ist
und es da auch noch die nächsten 10 jahre hängen bleiben kann.

Montag, 9. August 2010

Hasenbraten

Heute habe ich an einer echten Hasenjagt teilgenommen....quer durch den Garten und rüber zu Nachbars...das war sehr unterhaltsam...bis wir den Guten zuletzt in eine Ecke im Schuppen gedrängt haben...da waren die Kohlen auch schon ganz gut durchgeglüht und wir konnten mit dem Grillen beginnen...
Im Familienvorort von Lübeck....hübsch ist es hier...die Häuser haben alle so nette Hüte auf und überall ist Wasser....nur die Festivals fühlen sich eher an wie Dorffeste mit schlechter Musik, überdrehten Kleinkünstlern und vielen Bier konsumierenden, unatraktiven Menschen...bis auf wenige Ausnahmen natürlich...
Außerdem sind es nur 20 Min. bis zum nächsten Strand, an dem wir illegal, ohne Eintritt zu bezahlen gelegen haben, nachdem wir sogar einen kostenlosen Parkplatz ergattert haben...also, überlegt es euch nochmal...falls ihr demnächst umziehen wollt...es könnte auch Lübeck sein.

Freitag, 6. August 2010

Rum-Cousinchen

Nachdem meine MFG mich sicher mit 160 Sachen (im Rucksack) nach NRW gefahren hat, bin ich bei meinen süßen Cousinchen gelandet...
Als wir von einer Rum-Traube-Nuß Schokolade aßen, erzählte mein Cousinchen, dass sie neulich eine halbe Tafel davon gegessen hatte und danach nicht wusste, ob sie noch Auto fahren könne...
Sie hat vorsichtshalber ein paar Gehübungen in ihrem Zimmer gemacht...erst als sie sicher auf einer Linie gehen konnte, hat sie sich ins Auto gewagt und dann die ganze Zeit vor einer Polizeikontrolle gebangt. "Wieviel Promille man denn von so einer Rumschokolade haben könne" :-) süß!

Mittlerweile durfte ich Karlchen auch mal fahren und habe auch mit Gisela, der Autopflanze Bekanntschaft gemacht.

Mittwoch, 4. August 2010

Wir werden alt

Dass wir alt werden merkt man daran, dass wir unsere Piercings nicht mehr tragen, immer normalere Musik hören, früh schlafen gehen, Kinder kriegen,...das ist ja alles noch im Rahmen....aber der Gipfel, der absolute Gipfel, das sind TUPPERPARTYS.
Ich hab ja meinen Ohren nicht getraut, aber meine Augen haben die Beweisführung übernommen. In jedem einzelnen Haushalt in dem ich an den letzten drei Abenden eingeladen war, wurden mir von den stolzen "Hausfrauen", oder "-Männern" mit Begeisterung die gleichen Tupperutensilien vorgestellt. Ja und wenn man eine TUPPERPARTY veranstaltet oder besucht, dann bekommt man sogar auch ein tolles Gastgeschenk (z.B. eine Unterwasser-Brotbüchse, falls einem beim Tauchen der kleine Hunger nach Käsebrot überfällt) und wenn man Glück hat sogar noch eine Salatschleuder für nur 10€, anstatt 40€ oben drauf....wo soll das nur hinführen...geht es überhaupt noch weiter? Trotz meiner Geschocktheit muß ich ja ehrlich gestehen, dass ich Dank der neuen Plastikausrüstung in jedem Haushalt ein vorzügliches Abendessen serviert bekommen habe...denn das Zeug muß ja ausprobiert werden :-) Zur Kröhnung gab es heute Toffifees in Blätterteig...mh. "WUNDERBARE TUPPERWARE"

Triatlon-Tag

Heute habe ich mit Angi einen Berg bestiegen...oben auf dem Turm haben die Turis schnell mitbekommen, dass Angi eine Fachfrau ist und sie zur Turiführerin erklärt...Angi macht das nichts aus, denn sie mag ja Freiburg. Ich mag Freiburg auch...man ist echt erstaunlich schnell einmal durch die Stadt gelaufen und ich frage mich, wozu ich mich früher bemüht habe, etra mein Fahrrad auf zu schließen, um es 3 Minuten später, 1 km weiter wieder abzuschließen :-) Wir haben herrschaftlich gespeist, in der Markhalle...Garnehlen in Kokossauce mit Guacamole und Obst...mhhhh...

Gleich folgen Triatlon-Disziplinen 2 und 3. Ich schwinge mich aufs Rad und fahre an der Dreisam, wo ich ein Bad nehme :-) über Hochdorf nach Holzhausen...

Dienstag, 3. August 2010

Kann ich das von der Steuer absetzen?

Es war ein verregneter Montag in einer kleinen Stadt am südlichsten Zipfel von Deutschland....die Wolken hingen träge in den Bergtälern rum und es fiel dem kleinen Städtchen ein wenig schwer richtig wach zu werden. Besonders an Montagen hat es so seine liebe Mühe damit.
Wenn man genau hinschaute, sah man ein Mädchen (eigentlich schon eine Frau) mit einem lila Regenschirm durch die Straßen spazieren. Als eine Straßenbahn um die Ecke bog, war sie auf einmal verschwunden. Wahrscheinlich hatte sie sich gedacht, sie könne den Weg im Regen ein wenig abkürzen, wenn sie in die Bahn stiege...kaum saß sie, kamen auch schon die städtischen Fundraiser und verhängten ihr, im anbetracht des fehlenden Fahrscheins, eine Pflichtspende von 40€. Das machte ihr gar nicht so viel aus, da der nette Fundraiser ein so vergnügtes Gesicht machte, als sie ihm den Geldschein entgegenhielt und sie fragte wo sie denn eigenstiegen sei. "Ach nett, muß ich vielleicht ein bischen weniger spenden, wenn ich bloß 2 Stationen gefahren bin, um den Weg im Regen ein wenig abzukürzen?" - "Nein" antwortete er mit einem verschmitzen Grinsen "des isch bloß für die Schtatischtik" ...achso, für die Schtatischtik...das ist verständlich, denn die Leute müssen ja herausfinden, wo sich die spendenbereitwilligsten Menschen aufhalten, um nicht unnötige Wege zu fahren. "Ach und wenn sie noch amol fahre wolle heut, müsset sie a Einzelfahrschein löse" - "Ach schade, gilt meine Spendenquittung denn jetzt nicht als Tagesfahrschein? Nagut." Durch diese Geschichte hatte es das Städtchen geschafft, zumindest eine Bürgerin an diesem verschlafenen Montag Mittag ein wenig wacher zu machen :-)

Sonntag, 18. Juli 2010

ein Baum...ein Baum...ein Baum...

5 Tage im Wald...abgeschieden von jeglicher (medialer) Zivilisation...mit 5 frechen Mädchen...Grillengezirpe, Mücken und nichts...das war schon mal nice aber noch schöner ist es wieder in Berlin zu sein. Den Puls der Stadt zu fühlen...am kulturellen Leben teil zu haben ...heute habe ich mir z.B. von meiner lieben schweizer Mitbewohnerin produzierte Bäume aus Papier angeschaut...

Im Wald hat sich ein kleiner 10 jähriger Junge in mich verliebt...wie süß...ich habe ihn gefragt, wie er das denn merkt, dass er verliebt ist....Er konnte es mir nicht wirkliche sagen und nachdem ich ihm meine Verliebtheitssymptome erklärt habe, meinte er, das sei bei ihm auch so...sweet...ganz schön frühreif, die Kinder von heute...

Sonntag, 11. Juli 2010

fkk

am wochenende war ich auf einem campingplatz...mit so richtigen campern, die einen grüßen, wenn sie einem morgens im waschhaus begegnen und die sich am strand nackig machen und allen ihren weißen poo präsentieren...brrr...an diese 2 dinge konnte ich mich nicht gewöhnen, ansonsten war es schön.

am strand war es mir irgendwann so zuwieder all die hängenden brüste und genitalien und die weißen schwabbelpoos anzuschauen, dass ich kurzerhand die fkk-lizens erfunden habe. jeder muss erstmal an mir vorbei und bekommt nur eine freie-fkk-bescheinigung, wenn er gut vorgebräunt und ästetisch gebaut ist...alle anderen möchten sich bitte in dem dafür vorgesehenen bereich aufhalten, wo die leute freiwillig runzliche, nackte körper anschauen! wer seine lizens nicht bei sich trägt, muss sich was über ziehen...so siehts aus!

auf dem rückweg nach berlin standen wir im stau...also wurde es nichts mit dem wm-finale, umso erfreuter war ich, als ich erfuhr, dass die jungs mit ihrer entscheidung extra auf mich gewartet haben...so konnte ich nach der gemütlichen dusche noch ganz entspannt die verlängerung schauen....ich finde ja, fußballspiele sollten grundsätzlich nur 30 min gehen.

Sonntag, 4. Juli 2010

orange

Mein Wochenende war great. Ich habe so viele liebe Freunde wieder gesehen...in Hamburg und in Holland.
Ausserdem habe ich heute ein Huhn eingefangen und bin Auto gefahren....2 sehr aufregende Dinge für mich...ist doch viel zu gefährlich, Auto fahren....bei jedem Überholmanöver habe ich einen Adrenalinschub bekommen...und das Huhn hat gar nicht gebissen...braves Huhn.

In Holland ist alles so peaceful...nicht nur das Peacedog, auch das Dorf in dem wir übernachtet haben...jeder hat viel Platz, es gibt zweispurige Fahrradwege, im Garten rennen überall ein paar Hühner, Kühe oder Ziegen rum und statt Zäunen haben die Leute Gräben um ihr Grundstück, zum Frühstück gibt es dunkle Schokolade auf`s Brot, oder bunte Streusel, mittags dann Boullettenwurst mit Zwibeln und Softeis...mhhhh....in Holland wollen wir doch alle mal leben, oder nicht?

Dienstag, 29. Juni 2010

Kirschen

Hab ich schon mal gesagt, dass ich mein Berlin liebe? Nein hier bestimmt noch nicht.
Wenn man nachts um 2 Lust auf Kirschen hat, dann hält man einfach an der nächsten Ecke und kauft sich welche...

Montag, 28. Juni 2010

Hallo neue Welt

Heute habe ich einen neuen Computer bekommen und damit auch eine neue Welt...
Schnuffi ist nach 6 Jahren treuem, wenn auch langsamem Dienst, verdient in den Ruhestand gegangen, bzw. nach mehreren künstlichen Wiederbelebungen und auch einigen Monaten verlängerter Lebenszeit, seinen gerechten Tod gestorben.
Jetzt ist sie da, die Neue, abgerundete, weiße Schnitte und ich muss mich erst mal vorsichtig mit ihr anfreunden, wobei mein Bruderherz mir zum Glück sehr tatkräftig zur Seite steht...DANKE!